Internationaler Frauentag

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Am 08. März 2019 findet auf der ganzen Welt der 1911 ins Leben gerufene Weltfrauentag statt, der dieses Jahr unter dem Motto #BalanceforBetter steht.  Weltweit sollen mit dieser Kampagne nicht nur die bisherigen Erfolge der Frauen in sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen zelebriert werden; sie soll auch ein Aufruf dazu sein, ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter in unserer Gesellschaft zu schaffen und sich weiterhin für die Gleichberechtigung einzusetzen. Auch wenn sich in den über hundert Jahren, die es den Internationalen Frauentag mittlerweile gibt, schon viele grundlegende Dinge geändert haben, soll noch einmal auf bestehende globale Probleme aufmerksam gemacht werden. Dabei wird auf der offiziellen Website www.internationalwomensday.com deutlich, dass der Weltfrauentag nicht nur auf ein bestimmtes Land oder eine Organisation beschränkt ist. Es ist ein Tag für alle, die sich mit Gleichberechtigung und Menschenrechten auseinandersetzen, denn wie es schon Clara Zetkin im Jahr 1910 formulierte, sind Frauenrechte „keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“.

Clara Zetkin – das ist die deutsche Frauenrechtlerin, die 1910 bei der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen den Vorschlag machte, einen internationalen Frauentag einzuführen. Somit legte sie den Grundstein für den Tag, den wir heute immer noch kennen. Angelehnt war die Idee Zetkins an den Frauentag, der bereits 1909 in den USA stattgefunden hatte und an dem für das Wahlrecht der Frauen demonstriert wurde. Zu diesem Anlass gingen nicht nur die Sozialistinnen, die den Tag ins Leben gerufen hatten, auf die Straße – sie wurden unterstützt von den Suffragetten, den bürgerlichen Frauenrechtlerinnen. Diesen Frauen ging es darum, bei politischen Wahlen ebenfalls ein aktives und passives Wahlrecht eingeräumt zu bekommen. Dies stand bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts nur Männern zu.

Seitdem hat sich einiges getan. Wussten Sie beispielsweise, dass eine Frau bis zum Jahre 1958 nicht über ein eigenes Bankkonto verfügen durfte? Und dass es Frauen erst seit 1977 erlaubt ist, ohne die Einwilligung ihres Ehemannes arbeiten zu gehen? Bis 1958 hatten Männer in der Bundesrepublik Deutschland das Letztentscheidungsrecht in allen Eheangelegenheiten und sogar das Recht, das Arbeitsverhältnis ihrer Ehefrau zu kündigen. 

Dass dies für uns heute fast unvorstellbar klingt, verdanken wir zu einem Großteil den mutigen Frauen, die bereit waren, sich gegen die Ungerechtigkeiten ihrer Zeit auszusprechen und beharrlich für ihre Rechte zu kämpfen. In diesem Jahr fordern Frauen in Deutschland vor allem mehr Fairness im Arbeitsleben und eine höhere Frauenquote in Führungspositionen.