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Faustregel
01
Passende Schuhe müssen immer länger sein als der Fuß, empfehlenswert ist eine Daumenbreite und zwar vor den Zehen.
02
Ein zu weiter Schuh muss durch einen schmaleren ersetzt werden und nicht durch einen kürzeren Schuh.
03
Nicht der einzelnen Schuh schadet. Fußschäden entstehen, wenn ständig zu kurze Schuhe getragen werden.
04
Lederschuhe für den ganzen Tag eher morgens kaufen, speziell Abendschuhe eher gegen Abend.

Mit dem WMS-Fußmessgerät wird die Länge beider Füße im Stehen gemessen. Der längere Fuß gilt. Die Breite wird als erste Annäherung zur Weite ermittelt. Die Füße werden in Strümpfen unter Belastung im Stehen gemessen. Von den Fußmaßen wird anhand der WMS-Längen-Weiten-Skala eine Übertragung auf die notwendige Schuhlänge und –weite hergestellt. Und was dabei sehr wichtig ist, diese Übertragung gilt nur für WMS-Kinderschuhe, die den WMS-Richtlinien folgen. Achten Sie auf das WMS-Kennzeichen am Schuh und auf dem Karton, dann können Sie ganz sicher gehen.

Natürlich! So wie Sechsjährige verschieden lange Füße haben, so haben sie natürlich auch verschieden breite Füße. Mit der Schuhbreite verhält es sich gleich wie mit der Schuhlänge. Schuhe kauft man am besten nachmittags, denn die Füße wachsen im Laufe des Tages.

Kinderschuhe möchten, ebenso wie Erwachsenen-Schuhe, modisch sein. Für Kinderschuhe gilt noch zusätzlich: je putziger und niedlicher, umso gefragter sind sie. Die Zehen des Kinderfußes sind biegsam und sehr leicht nach allen Richtungen verschiebbar, und dieser Umstand wird auch kräftig ausgenutzt. Zu früh spitz zulaufende Schuhe, zu niedrige Schuhspitzen und dann auch noch zu kurze Schuhe, drücken und zwängen die Zehen seitlich, von oben und von vorne. Wahrlich kein Ort, um sich wohl zu fühlen. Natürlich brauchen auch kleine Zehen genügend Platz. Deshalb soll der Zehenraum breit und hoch genug sein.

Lassen Sie sich mit den ersten Schuhen Zeit! Nur weil die kleinen Füße schon tappsen, ist das noch lange kein Grund, Schuhe zu besorgen. Ganz kleine Füße entwickeln sich ohne Schuhe am Besten.

Schuhe können in den ersten Lebensjahren nur einige Monate getragen werden, bis sie zu klein sind. Da bietet es sich geradezu an, Schuhe beispielsweise von älteren Geschwistern zu übernehmen. Dagegen spricht nichts, achten Sie dabei jedoch auf Folgendes: Ist die Schuhsohle im Bereich der Ferse einseitig abgelaufen und hängt der Schuh somit auf eine Seite? Wenn ja, ist er nicht mehr zu empfehlen.

Schon beinahe jeder Kinderschuhhersteller macht Werbung für seine grandiosen Hügellandschaften auf den Einlagesohlen. Auf kürzestem Raum werden Gewölbestützen, Polster und Wachstumslenkungen untergebracht. Kinderfüße brauchen das nicht. Fahren Sie mit einem Finger über die Einlagesohle.

Wenn es sich wie bei einer Berg- und Talfahrt anfühlt, stellen Sie den Schuh besser wieder zurück. Generell gilt: Je unspektakulärer die Einlagesohle, desto besser für die Füße des Kindes.

Das Material muss folgenden Anforderungen entsprechen:

• weich und geschmeidig

• Innenmaterial: feuchtigkeitsaufnehmend und feuchtigkeitstransportierend

• Außenmaterial: feuchtigkeits- und wasserabweisend

Hochwertiges Leder entspricht diesen Anforderungen am ehesten, aber auch neue, atmungsaktive Gewebe, z.B. Gore-Tex, finden in der Kinderschuhproduktion bereits Verwendung. Gummistiefel und Lackschühchen können diese Forderungen nicht erfüllen, und sollten daher immer nur kurz getragen werden. Was die Lebensdauer des Materials betrifft: Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken darüber! In zwei, drei Monaten ist das Kind sowieso schon aus den Schuhen herausgewachsen.